Vogelmiere

Volksnamen

Hühnermiere, Mausdarm

Pflanzenart

Nelkengewächs (Caryophyllaceae)

Vorkommen

Fast überall zu finden, an Wegrändern, im Wald, Schuttplätzen, Brachland mit feuchtem Böden. Auf nährstoffreichen und stickstoffliebenden Böden.

Inhaltsstoffe

Saponine, Vitamine, Mineralstoffe, vor allem Kalium, Gerbstoffe, ätherisches Öl

Aussehen

Stängel können bis zu 40 cm lang werden und liegen weitgehend am Boden. Die vielen Blätter sind klein und eiförmig mit Spitze. Blüht von März bis Oktober mit winzigen weißen Blüten die Sternen ähneln. Sind die Blüten zur Gänze geöffnet, so wird es in den nächsten vier Stunden Sonne geben. Bei feuchtem Wetter bleiben sie meist geschlossen/zusammengezogen.
Aus den weißen Blüten bilden sich Kapseln, in denen zahlreiche Samen heranwachsen. Dies können bis zu 10.000 Samen pro Jahr sein. Für Vögeln sind die Samen eine Delikatesse und auch Hühner lieben es die gesamte Pflanze zu verschlingen.

Verwendung

getrocknet oder frisch: Blätter, Stängel, Blüten

Gesundheitlicher Aspekt

regt den Stoffwechsel an (frisch oder getrocknet als Tee), sehr unterstützend bei Frühjahrskuren, wirkt auch schleimlösend und hilft daher bei Husten, äußerliche Anwendung bei Hautproblemen wie Schuppenflechte, Ekzemen, Juckreiz.

Die Vogelmiere hat einen angenehmen, mildwürzigen Geschmack, der an rohe Maiskolben erinnert. Da sie sehr zart ist, kann sie zu jedem Salatgemüse zugegeben werden. Außerdem kann man sie sowohl einzeln als auch zu jedem anderen Gemüse wie Spinat zubereiten Blanchieren ist dabei eine völlig unnötige Maßnahme und würde nur Substanz-, Geschmacks- und Nährstoffverlust bedeuten. Vogelmiere enthält wie alle anderen Wildkräuter ein Vielfaches an pflanzlichem Eiweiß (ca. 80%), 150% mehr Kalium, 80% mehr Vitamin C und 186% mehr Vitamin A.

Mythologie

Früher wurde die Vogelmiere gemeinsam mit Ringelblume und Beinwellwurzeln von Magiern vermischt um bei Besessenen den Teufel auszutreiben. Die verwendete Salbe half nicht nur bei Teufelsaustreibungen sondern wie sich herausstellte auch bei Verletzungen und Hautkrankheiten.

Verwechslung

mit dem rotblühenden Acker-Gauchheil, einer giftigen Heilpflanze, sowie mit anderen Mieren, insb. Sternmieren.