Rotklee

Volksnamen

Wiesenklee, Hummelklee, Fleischklee

Pflanzenart

Schmetterlingsblütler (Fabaceae)

Vorkommen

jeder Boden, auf Wiesen, an Wegrändern, auf Waldlichtungen, neben Straßen, auch im Hochland bis zu 2.500 Meter angesiedelt.

Inhaltsstoffe

Asparagin, Flavonoide, Glykoside, Mineralstoffe, Vitamine, pflanzliche Hormone, Salicylate

Aussehen

Mehrjährige Pflanze mit Wuchshöhen bis zu 70 cm, wobei die Pflanzen im natürlichen Umfeld meist deutlich kleiner werden (etwa 20 bis 40 cm). Rotklee ist ein Tiefwurzler (Pfahlwurzeln), der Wurzellängen bis zu 2 Meter erreichen kann.
Die Blätter erreichen Längen zwischen 1,5 und 6 cm und zeichnen sich durch einen nahezu glatten Blattrand aus. Auffällig ist der helle Fleck in der Mitte des Laubblatts. Die Blätter sind immer in Dreiergruppen angeordnet und weisen auf beiden Seiten eine recht feine Behaarung auf. Der Stängel ist leicht kantig und mitunter behaart, jedoch nicht so deutlich wie die Blätter.
Zur Blütezeit, die meist zwischen Ende April bis Mitte Oktober andauert, bildet der Rotklee einen kugelförmigen Blütenstand aus, der bis zu 100 rote bis rosa gefärbte Einzelblüten enthält. Der Blütenstand erreicht meist Längen bis zu 2 cm. Jede Blüte enthält fünf Kelchblätter, die miteinander verwachsen sind.

Verwendung

Blütenköpfe im Salat, in der Suppe, in Aufstriche, auf dem Gemüse oder als Sirup/Honig/Tee …

Rotklee-Tee oder Rotklee-Extrakt sind viel höher konzentriert für die Zufuhr der Isolflavone, im Gegensatz zur Aufnahme in Suppe, Salate, Aufstriche, etc. (Die auf diese Weise aufgenommen Mengen an Isoflavonen und all den anderen wertvollen Substanzen reichen nicht in jedem Falle aus, um einen positiven Gesundheitseffekt zu erzielen). Auch die Blätter können verwendet werden.

Gesundheitlicher Aspekt

Aufgrund seines hohen Phytoöstrogen-Gehalts ist der Rotklee besonders bei Frauen beliebt, denn er lindert Menstruationsprobleme ebenso wie Wechseljahresbeschwerden. Er hat eine zellschützende, entzündungshemmende und blutreinigende Wirkung. Er verbessert den Blutfluss, senkt das Cholesterin, beugt dem Knochenschwund im Alter vor und schützt darüber hinaus auch noch vor Prostataerkrankungen.
Darüber hinaus enthält der Rotklee verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide), deren antioxidative, antimikrobielle sowie antivirale Wirkung das Immunsystem entlasten und somit sehr zur Gesunderhaltung des Körpers beitragen.
Die ebenfalls enthaltenen Cumarine im Rotklee verbessern den Blutfluss, Salicylate wirken entzündungshemmend, Glykoside unterstützen die Herztätigkeit und ätherische Öle wirken antibakteriell.

Besonders bemerkenswert ist die im Rotklee enthaltene, einzigartige Kombination vier verschiedener Isoflavone (Genistein, Daidzein, Formononetin und Biochanin A). Diese Isoflavone zählen zu den so genannten Phytoöstrogenen, die sich für einige der gravierendsten gesundheitlichen Auswirkungen des Rotklees verantwortlich zeigen.

Mythologie

Kleeblätter waren seit jeher für die Mythologie von starker Bedeutung. Es wurden ihnen, dabei natürlich besonders den vierblättrigen – starke Glücks – und Schutzfunktionen nachgesagt. Sie sollten ihrem Träger Reichtum und ewiges Glück bescheren. Auch zählte der Klee zu den magischen Zauberkräutern.
Diese Zeichen sind uns bis heute in Glückssymbolen, unter anderem zu Neujahr und Silvester erhalten geblieben.
Fünfblättriger Klee hat eine zweispältige mythologische Bedeutung. In einigen Regionen gilt er ebenfalls als Glückbringer, in anderen bringt er Unglück und er erscheint dort als Zeichen des Teufels.

Auch wurde er zur Vorhersage des Wetters eingesetzt. Die kleinen Blättchen klappen zusammen wenn Unwetter oder Regen im Anzug ist.

Verwechslung

mit anderen Kleearten