Die gemeine Nachtkerze oder die gewöhnliche Nachtkerze  – die Namensgebung kann ich persönlich nicht nachvollziehen, deswegen heißt bei mir die Nachtkerze „nur“ Nachtkerze.

Abends öffnet sie langsam ihre phantastischen, gelben Blüten und zieht einen mit ihrer Schönheit magisch an.  Was dabei gewöhnlich oder gar gemein sein sollte ist mir ein Rätsel.  Für mich persönlich ist die Nachtkerze eher ein Frauenkraut – weil sie Nachts ihr „hoch“ hat – wird sie der Mondin zugeordnet. Deswegen empfehle ich persönlich sehr gerne einen Nachtkerzentee bei versch. Frauenleiden (Wechseljahre, Regelschmerzen, …ACHTUNG! Nicht in der Schwangerschaft anwenden!)

Diese bezaubernde Schönheit hat sich dieses Jahr schon in meinen Garten geschummelt … wobei, so ist es nicht ganz richtig. Sie war auch letztes Jahr schon bei uns. Denn die Nachtkerze bildet im ersten Jahr die Grundblätter, die sogenannte Blattrosette aus und erst im darauf folgenden Jahr wächst der Stängel und die dottergelben Blüten beginnen zwischen Juni und Oktober zu blühen.

Der Duft der Blüten ist übrigens angenehm süßlich und es macht Freude, spät Abends daran zu riechen. Wenn andere Pflanzen sich zurückziehen, ihre Köpfchen schließen und schlafen gehen – dann wird die Nachtkerze aktiv. Spät in der Nacht lockt die Nachtkerze ein ganz besonders Tier an. Das Taubenschwänzchen – Ein nachtaktiver Schmetterling.

Nachtkerze – Verwendung beim Räuchern:

Ganz einfach gesagt, verwende ich die Nachtkerze überall da an, wo Heilung stattfinden soll! Die wunderbare Pflanzenseele bringt uns in einen Entspannungszustand, wo es uns möglich ist und sie uns dabei hilft, Altes loszulassen und bereit für Neues zu sein.

 

Weitere Verwendung

Die Nachtkerze ist alles andere als giftig – von daher kann man die ganze Pflanze verwenden.

In der Küche kann man die Blätter (besser vor der Blüte verwenden) , die Wurzeln (nach der Blüte), den Stängel  (essbar, aber nicht unbedingt ratsam) und natürlich die Blüten einsetzen.

Getrocknete Blüten, Sprossen und Blätter eignen sich wunderbar als Tee. Der Tee kann nicht nur bei Krämpfen, Husten, Magen- und Darmbeschwerden getrunken werden, sondern auch äußerlich als Umschlag bei Ekzemen aufgelegt werden.

Hauptanwendungsgebiet der Nachtkerze ist die Behandlung von Hautleiden. Die meisten kennen das berühmte Nachtkerzenöl, welches dank der in den Samen enthaltenden Inhaltsstoffen, entzündungshemmend und juckreizlindernd wirkt.

Du kannst dir so ein Nachtkerzenöl auch selber machen. Dazu benötigst du einige Blüten und die Samen und ein gutes Öl (ich verwende ein qualitativ hohes Olivenöl, du kannst aber auch Kokosöl oder ein anderes Öl deiner Wahl verwenden). Nun legst du die Blüten und Samen in ein Gefäß und übergießt alles mit dem Öl bis die Pflanzenteile bis oben hin bedeckt sind. Ich nehme dann immer ein Blatt Küchenrolle und stülpe es mit einem Gummiring drüber. An einem warmen Ort (Fensterbank) lässt du deinen Ölauszug (sogenanntes MAZERAT) nun einige Tage (zw. 10-20 Tage) ziehen. Bitte achte darauf, dass du das Glas öfters bewegst.  Nach 1-3 Wochen kannst du nun dein eigenes Nachterkerzenöl verwenden und damit wunderbare Salben, Seifen, Badepralinen, Duschgels, …. herstellen.

Menschen die an Neurodermitis oder Schuppenflechte leiden sollten folgendes Rezept einmal getestet haben:

Nachtkerzensalbe:
Du benötigst:

  • 20 ml Nachtkerzenöl (wer möchte kann auch noch Ringelblumenöl dazugeben)
  • 10 ml Mandelöl
  • 15 g Sheabutter
  • 15 g Bienenwachs
  • 20 ml dest. Wasser (noch besser wäre ein Quellwasser)

Zubereitung

Das Bienenwachs zusammen mit den Ölen über Wasserbad langsam schmelzen lassen. Danach die Sheabutter dazu und wenn alles geschmolzen ist mit einem Milchaufschäumer das Wasser (Zimmertemp) in die Fettphase einrühren. Am besten im kalten Wasserbad solange rühren bis eine Creme entstanden ist. Nun die Creme in einen sauberen Tiegel füllen, mit Herstellungsdatum versehen und kühl und trocken aufbewahren. Im Kühlschrank hält sich die Creme noch länger.

Viel Freude beim nachmachen,

Alles Liebe.
Judith.
Kräuterkörbchen.