Johanniskraut

Volksnamen

Blutkraut, Hexenkraut, Jägerteufel

Pflanzenart

Johanniskrautgewächse (Hypericaceae)

Vorkommen

magerer Boden, sonnig bis halbschattig, häufig an Wegrändern, in lichten Waldstücken, tritt meist vermehrt auf. Vor allem in Europa, aber auch in Westasien zu finden. Juni bis August – blüht wenn die Sonne am höchsten steht

Inhaltsstoffe

ätherisches Öl, Gerbstoffe, Rutin, Hypericin roter Farbstoff (dieser macht die Hautzellen lichtempfindlich )

Aussehen

echte Johanniskraut ist innen mit Mark gefüllt, also nicht hohl, unterscheidet sich da von anderen Arten.
Stängel kann bis 1 Meter hoch werden und ist zweikantig.
Vielblütige Rispe, goldgelbe ca. 2 cm große Blüten, schwarz punktiert.

Verwendung

Verwendet wird vom Johanniskraut das obere Drittel des blühendes Krautes.
Zb. trocknen – büscheln und kopfüber aufhängen. Die Blüten zu Öl verarbeiten.

Gesundheitlicher Aspekt

entzündungshemmend, nervenstärkend, Antidepresiva, blutverbessernd, beruhigend. Bei Sonnenbrand, Ausschlägen, Schuppenflechte, Akne, bei Blähungen können sie nach einem Bad den Bauch damit einreiben. Rotöl bei Hexenschuss oder Rheuma

Nebenwirkungen: kann eine Lichtempfindlichkeit (Photosensibilisierung) auftreten, dh. eine intensive Sonnenbestrahlung ist zu vermeiden. Es sind auch Magen-Darmbeschwerden möglich sowie allergische Reaktionen mit Hautausschlag, Juckreiz, Müdigkeit oder Unruhe.
Jedoch Achtung: In der Schwangerschaft und Stillzeit das Kraut nicht verwenden – es wurde im Mittelalter sogar für Abtreibungen eingesetzt. Das Kraut macht uns empfindlich gegen Sonneneinstrahlung. Nicht vor Sonnenbädern einnehmen oder einreiben. Es kann sonst zu Flecken auf der Haut kommen.

Johanniskraut kann auch die Wirkung der Pille beeinträchtigen (und andere Medikamente!)

Depressionen müssen auch vom Arzt behandelt werden!

Mythologie

Als Liebesorakel verwendet man es in der Johannisnacht (24. Juni) . Junge verliebte Mädchen pressen die Blütenknospen aus, wobei sie an ihrem Verehrer denken, und achten darauf ob der Saft rötlich oder farblos ist. Dabei sprechen sie „ ist mir mein Schatz gut, kommt rotes Blut, ist er mir gram, gibt’s nur Scham“

Verwechslung

Leicht wird das giftige Jakobskreuzkraut mit dem heilkräftigen Johanniskraut verwechselt – mitunter mit fatalen Folgen.

Sonstiges

Beim Zerreiben der gelben Blüten zwischen den Fingern, tritt ein blutroter Saft aus. Das sogenannte Hypericin (Farbstoff)t – Vorsicht geht nicht mehr aus Kleidung.
Am 24. Juni ist der Johannistag – hier sollte man das Johanniskraut ernten. Denn hier hat es die meiste Heilkraft.