Bärlauch

Volksnamen

Wurmlauch, Bärenlauch, Hexenzwiebel, Waldknoblauch, Zigeunerlauch

Pflanzenart

Amaryllisgewächs (Amaryllidaceae)

Vorkommen

tiefgründiger feuchter Boden, Schatten, in Auwäldern und humusreichen Laubwäldern bis 1500 Meter

Inhaltsstoffe

Allicin, Vitamin C, Ätherisches Öl, Merkaptan, Mineralsalze, Eisen, Schleim, Zucker

Aussehen

Der Bärlauch ist eine Zwiebelpflanze. Er duftet intensiv nach Knoblauch, wobei der Geruch vor allem dann sehr stark ist, wenn der Bärlauch zwischen den Fingern zerrieben wird. Die Pflanze kann ganze Areale bedecken.

Der Bärlauch wird bis zu 25 cm hoch und ist eine ausdauernde Zwiebelpflanze, die zur Gruppe der Liliengewächse zählt. Der Bärlauch bildet meistens 2 Blätter aus, die an einem Stiel aus der Zwiebel wachsen. Die Blätter sind leicht ellipsenförmig und lanzettlich. Die kleinen Blüten sind weiß und haben einen Durchmesser von maximal 2 cm. Sie haben eine wunderschöne Sternenform.

Verwendung

Blätter, Knospen – frisch! Der Bärlauch kann nicht getrocknet werden.

Frisch in Aufstriche, Salate, Suppen, als Pesto, Kräutersalz, Bärlauchbutter,…

Gesundheitlicher Aspekt

reinigend (Blutgefäße), harntreibend, blutdrucksenkend

Außerdem wirkt der Bärlauch stärkend auf den Stoffwechsel und die Verdauung. Man kann ihn auch gegen Frühjahrsmüdigkeit anwenden.
Er soll sogar den Bären nach ihrem Winterschlaf auf die Beine helfen und ihnen neue Kraft geben. Der Bärlauch verleiht also Bärenkräfte.

Mythologie

Im Zauberglauben sollte der Bärlauch, wie Knoblauch, Vampire vertreiben und Hexen und Schlangen abwehren. Auch als Liebestrank war Bärlauch geschätzt. Die bösen Geister hielt man mit einer Suppe aus Bärlauch, in der Walpurgisnacht gekocht, fern.
Der Bärlauch zählt zu den Teufelsaustreibemitteln, er sollte in der Lage sein, Dämonen und Plagegeister zu vertreiben. Aus diesem Grund musste er auch vor der Walpurgisnacht gesammelt werden, weil dann seine Zauberkräfte zerstört wurden.

Verwechslung

mit Maiglöcken und ganz oft mit Herbstzeitlose – Bitte hier genau bestimmen!

In der Herbstzeitlose ist ein Giftstoff enthalten, das Colchicin. Dieser Giftstoff kann Lähmungen auslösen, ja sogar tödlich sein. Die Herbstzeitlose duftet auch nicht nach Knoblauch, wächst aber leider zum Teil genau dort, wo auch der Bärlauch wächst, teilweise sogar in direkter Nachbarschaft.

Giftwirkung der Herbstzeitlose:

Schon ein Blatt ruft erste Vergiftungssymptome hervor.
Fünf Blätter können schon tödlich sein.
Zehn Blätter sind garantiert tödlich.

Maiglöckchenblätter wachsen normalerweise erst nach der typischen Bärlauchzeit. Sie sind giftig und können Herz- und Magenprobleme verursachen.

 

Sonstiges

Man kann den Bärlauch relativ gut einfrieren. Tiefgefroren schmeckt der Bärlauch zwar nicht ganz so gut wie frisch, aber deutlich besser als selbst getrocknet.
Zum Einfrieren wäscht man den Bärlauch, trocknet ihn ab und schneidet ihn klein. Dann füllt man ihn in kleine Portionsbeutel oder in eine Eiswürfelform und legt ihn in die Tiefkühltruhe.
Bei Bedarf entnimmt man eine Portion und taut sie auf.